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Melanie Zimmerling - Senior Managerin bei Sopra Steria Next

ESG-Daten richtig nutzen: Wie Banken damit echte Wirkung erzielen

Melanie unterstützt Banken dabei, ESG-Daten* in Steuerungs- und Entscheidungsprozesse zu integrieren und sie strategisch nutzbar zu machen. Ihre Expertise hat Melanie im Inside-Magazin von Sopra Steria geteilt und klärt auf, welcher strategische Mehrwert durch die Nutzung von ESG-Daten und die Förderung von Green Finance generiert werden kann.


Hi Melanie, stell dich doch gerne kurz vor.

Hi, ich bin Melanie und arbeite seit Juli 2022 als Senior Managerin im Bereich Banking bei Sopra Steria Next. Konkret arbeite ich im CIO Advisory Team und begleite Banken bei strategischen und organisatorischen Fragestellungen – von moderner Governance über Daten- und KI-Strategien bis hin zur Transformation von Strukturen und Prozessen.


Wie bist du zu deinem jetzigen Themenschwerpunkt bei Sopra Steria gekommen?

Vor meinem Wechsel zu Sopra Steria war ich viele Jahre in der Sparkassen-Finanzgruppe tätig, mit dem Fokus auf Payment und Digitalisierung. Anschließend habe ich in der Beratung Projekte zur Umsetzung regulatorischer Anforderungen (z. B. DORA, EBA, MaRisk) sowie zur Weiterentwicklung von IT-Strategien begleitet. Diese Kombination aus Bankpraxis und Beratungserfahrung prägt auch heute meinen Blick auf Transformation im Banking.


Dein Artikel dreht sich um die strategischen Vorteile von ESG-Daten: Welchen Beitrag hast Du zum Thema ESG-Daten im Banking geleistet?

Unser Fokus liegt darauf, ESG-Daten in die Steuerungs- und Entscheidungsprozesse von Banken zu integrieren, also von einer reinen Reportingpflicht hin zu einem echten strategischen Mehrwert. Wir unterstützen Banken dabei, fragmentierte ESG-Datenquellen zu bündeln, regulatorische Anforderungen zu operationalisieren und die gewonnenen Erkenntnisse nutzbar zu machen, etwa für Produktentwicklung, Risikobewertung oder Kundenkommunikation.


Welche Wettbewerbsvorteile ergeben sich durch die Förderung von Green Finance im Hinblick auf Kunden?

Nachhaltigkeit ist längst kein „Nice-to-have“ mehr, sondern ein Differenzierungsmerkmal. Durch die aktive Nutzung von ESG-Daten erkennen Banken gezielter, wo nachhaltige Produktangebote relevant sind und wie sie langfristige Kundenbeziehungen stärken können. Transparente ESG-Strategien schaffen Vertrauen und stärken die Marke – sowohl bei Nutzer*innen als auch bei Investoren sowie Mitarbeitenden.


Was treibt dich persönlich in deiner Arbeit an?

Ich sehe in der Nutzung von ESG-Daten eine echte Chance für die Finanzbranche, Nachhaltigkeit wirksam zu gestalten. Mich motiviert die Idee, Finanzdienstleistung durch Daten und Technologie transparenter und verantwortungsvoller zu machen. Banken haben durch ihre Lenkungswirkung auf Kapitalströme eine große Verantwortung, und genau dort anzusetzen empfinde ich als besonders wirkungsvoll.


Welche Kompetenzen werden in den nächsten Jahren entscheidend sein, um in diesem Umfeld zu arbeiten?

Wichtig bleiben ein gutes Verständnis von Regulatorik und Finanzprozessen. Darüber hinaus werden technologische Fähigkeiten immer entscheidender – insbesondere im Umgang mit Daten, KI und Automatisierung. Gleichzeitig braucht es interdisziplinäres Denken, um Nachhaltigkeit und Transformation nicht isoliert, sondern als Teil der Gesamtstrategie zu verstehen.


Wie bleibst du selbst stets auf dem aktuellen Stand?

Ich verfolge regelmäßig Publikationen von Aufsichtsbehörden und Branchenverbänden und nehme an Fachkonferenzen teil. Außerdem ist der Austausch im Team und mit unseren Kunden wertvoll. So entstehen oft die besten Impulse aus der Praxis.


Vielen Dank für die spannenden Einblicke in deine Arbeit, Melanie!
Du möchtest mehr über ESG-Daten erfahren? Hier gelangst du zu Melanies Artikel!


*ESG-Daten sind Kennzahlen und Informationen, die die Umwelt-, Sozial- und Unternehmensführungsleistung (Environmental, Social, Governance) eines Unternehmens messbar machen.